Team1: Schlechte Leistung der SpVgg Holzgerlingen beim 2:3 in Rottweil

von am 28. Oktober 2014

Nur ein Punkt aus den letzten drei Partien – nicht erst seit der 2:3-Niederlage am Samstag beim FV 08 Rottweil wird deutlich, dass die SpVgg Holzgerlingen in der Fußball-Landesliga, Staffel III, derzeit in einem veritablen Tief feststeckt.
VON MICHAEL SCHWARTZ
HOLZGERLINGEN. „Krise? Um Gottes Willen, nein! Wegen was auch?“, beschwichtigt Trainer Bernd Gluiber. „Jetzt sind eben die anderen an der Spitze und dürfen ganz oben der Gejagte sein.“ Es klingt ein wenig nach Zweckoptimismus. Denn Fakt ist auch, dass es nicht der Anspruch dieser Mannschaft sein kann, bei einem Kellerkind wie Rottweil erst in der Schlussphase nach drei Gegentreffern aufzudrehen. Gegen einen anderen Abstiegskandidaten hat ein ähnlich spätes Erwachen beim 2:2 in Mössingen immerhin noch zu einem Punkt gereicht. Nun standen die Kicker vom Schönbuchrand eine Woche nach dem 1:3 gegen Tübingen erneut mit komplett leeren Händen da. Zwei Niederlagen in Folge, das gab es letztmals am neunten und zehnten Spieltag der Vorsaison.
Es zeichnet sich in dieser Phase der Runde ab, dass die Elf vom Mitwirken zweier Spieler abhängig ist. Die Sportvereinigung fiel in das Loch, als Simon Hauth zum ersten Mal gesperrt ausfiel. Und sie steckt noch mehr darin fest, seit auch Steffen Lauser mit muskulären Problemen zum Zuschauen verdammt ist. „Klar, das sind zwei Leute, die fast nicht zu ersetzen sind“, muss auch Bernd Gluiber einräumen. „Steffen organisiert das von hinten raus, Simon im Mittelfeld.“ Was im Umkehrschluss heißt: Wenn diese beiden nicht zur Verfügung stehen, geht auch eine gewisse Grundordnung flöten.
„Das war jetzt das dritte Spiel, das nicht so gelaufen ist, wie wir uns das vorstellen“, sagt der Coach. „Wir haben zu wenig investiert. Lauffreude und Struktur haben gefehlt.“ Diese Struktur war es, die dafür gesorgt hat, dass die SpVgg in den ersten acht Spielen der Runde nur sechs Gegentreffer kassierte, in den vergangenen drei waren es acht. Ein klares Indiz, dass derzeit einfach ein Puzzlestück bei den Grün-Weißen fehlt. Der jüngste Spielverlauf spricht zudem dafür, dass einige mit dem Kopf nicht immer bei der Sache sind und „erst aufwachen, wenn wir mit dem Rücken zur Wand stehen“, wie es Gluiber ausdrückte.
Schon nach 13 Minuten stand es 1:0 für die Rottweiler. Bei einem langen Pass in die Spitze gab es Abstimmungsprobleme in der Innenverteidigung der Gäste. Beide zentralen Abwehrspieler gingen Richtung Ball, Steffen Wagner rutschte dieser zu allem Überfluss noch über den Scheitel, so dass Benjamin Elter plötzlich im Eins-gegen-Eins vor Torhüter Malte Bonertz auftauchte und traf. Das 2:0 gehörte in die Kategorie Slapstick. Bei einem Freistoß aus dem Halbfeld sprangen die Holzgerlinger zwar hoch, aber keiner erwischte die Kugel. Diese hüpfte von der Brust eines Gästekickers vor die Füße von Blerim Nuhiji, der sich mit dem 2:0 bedankte (32.).
Beim Anschluss zum 1:2 vor der Pause keimt nochmal Hoffnung auf
Mit dem 1:2 zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt kurz vor der Pause keimte noch einmal Hoffnung auf. Wagner wuchtete eine Ecke von Qendrim Jaha mit der Stirn über die Linie (41.). Und kurz darauf hätte es sogar Elfmeter geben können, als Marco Bernhardt im Sechzehner zu Fall kam (43.). „Den hätte man pfeifen können, er hat es aber nicht getan“, wollte Gluiber die Schuld nicht beim Schiedsrichter suchen. Viel wichtiger war zu diesem Zeitpunkt, dass die SpVgg Holzgerlingen endlich am Drücker zu sein schien.
Doch auch in Hälfte zwei war wenig Besserung im SpVgg-Spiel zu erkennen. Und wieder schlich sich der Fehlerteufel ein. Dieses Mal unterlief Bonertz eine Flanke, Valerij Bogdanov köpfte in die Mitte, wo Elter nur noch den Fuß hinhalten musste – 3:1 (51.). Dabei hatte Christoph Dettinger kurz zuvor noch die Chance zum Ausgleich, scheiterte aber im Duell mit Keeper Kevin Grepo (47.).
In der Folge spielte der FV 08 Rottweil einige Konter unsauber zu Ende. Entweder wurde der Ball zu unkonzentriert Richtung Spitze gepasst, oder mit dem Abschluss klappte es nicht. Unter anderem scheiterte Bogdanov zweimal an Bonertz. So konnte der eingewechselte Patrick Orifiamma noch einmal auf 2:3 verkürzen (80.). Wieder war eine Ecke vorausgegangen, dieses Mal von Marco Bernhardt getreten. Orifiamma hatte mit einem Kopfball aus sieben Metern freistehend sogar die Chance auf das 3:3, nickte die Pille aber in die Arme von Grepo (87.). Auch Bernhardt vergab seine Gelegenheit aus spitzem Winkel (86.). „Ein Unentschieden wäre des Guten zu viel gewesen“, gab Bernd Gluiber ehrlich zu. „Unsere Leistung war einfach nicht gut.“

Ankündigung:
Sonntag, 2. November 2014:

Team2 12:30 Uhr Spvgg Aidlingen II – SpVgg Holzgerlingen

Aidlingenbunt

 Team1: 14:30 Uhr SpVgg Holzgerlingen – VfL Pfullingen

Pfullingensw

Zugewiesen zu: Team 1

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